Die Kapelle des weißen Lichtes
Sakrales Kunstwerk am Pitztaler Gletscher
Nur wenige Schritte vom Bergrestaurant der Pitztaler Gletscherbahn entfernt, schuf der berühmte Tiroler Künstler Prof. Rudi Wach die "Kapelle des weißen Lichtes".

Der in Mailand lebende Künstler verwirklichte hier einen Baukörper als Skulptur, der einzigartig im Alpenraum ist. Aus 180 Einzelteilen Carrara Granit, aufgehängt auf einer Nirostastahlkonstruktion, wurde diese Kapelle auch mit völlig neuen Bautechniken realisiert. Für die künstlerische Bearbeitung der Carrara Granitplatten kam eine eigene Diamantkette zum Einsatz. Bis zu 8,50 Meter ragt dieses Kunstwerk nunmehr in die Gletscherwelt des Pitztales und lädt Skifahrer und Ausflugsgäste zu einer besinnlichen Einkehr im Hochgebirge ein. Der von Prof. Wach aus dem gleichen Material geschaffene Altar wiegt allein 975 kg und erscheint durch die Spezialfenster in unterschiedlichen Lichtnuancen.
Das mächtige Türportal aus Titan verleiht diesem künstlerischen Gesamtobjekt zusätzliche Bedeutung. Nicht nur kunst- und architekturinteressierte Gäste finden hier einen neuen Glanzpunkt, der bewusst als Kontrast zum Urgestein der Berggipfel gewählt wurde. Wach sieht nach eigenen Worten mit diesem Werk einen Höhepunkt seiner Schaffensperiode als Bildhauer realisiert und "musste mit einer kreativen Idee in Konkurrenz zu den umgebenden Bergskulpturen treten".
Die Kapelle des weißen Lichtes gilt als Kleinod in den Tiroler Alpen.
Der Künstler Prof.Rudi Wach hat in den letzten Jahrzehnten mit seinen Werken immer wieder für Aufsehen gesorgt: Mit einer Christus Darstellung in Innbruck, für die noch immer ein repräsentativer Aufstellungsort kontrovers diskutiert wird; mit dem wie Wasser fließendem Marmorduktus in der weißen Kapelle der Innsbrucker Universitätsklinik; oder mit der Ausgestaltung der U-Bahnstation des Wiener Museumsquartiers mit großformatigen Zeichnungen und Plastiken.
In zahlreichen Ausstellungen in Österreich, in Italien oder den USA hat Wach neue Gestaltungsformen der verborgenen Kräfte von Körper und Raum aufgespürt und dabei Geist,Kunst und Handwerk miteinander zu verschränken gesucht.
Für die Ausflugsgäste des Pitztaler Gletschers stellt die Kapelle auf 2.900 m Höhe natürlich ein reuzvolles Fotomotiv dar.








